HOBOSphere (Bienenkugel) und HOBOS (Honig-Bienen-Online-Studien/ HOneyBee Online Studies), das Bienenforschungsprojekt der Uni Würzburg

 Die Bienenkugel – HOBOSphere

Andreas Heidinger, der Erfinder der Bienenkugel, hat In Zusammenarbeit mit dem bekannten Bienenforscher Prof. Dr. Jürgen Tautz, Uni Würzburg, die Bienenkugel weiterentwickelt.

Die Bienen sterben. Weltweit forschen Wissenschaftler, in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß, an den Ursachen. Einer von ihnen ist der Bienenexperte Prof. Dr. Jürgen Tautz.  Neben der Erforschung der Honigbiene, besteht einer seiner wissenschaftlichen Ansätze darin, festzustellen, welche Faktoren das Überleben der Bienen fördern. In Zusammenarbeit mit Andreas Heidinger, dem Erfinder der Bienenkugel (HOBOSphere) werden die Bedingungen in einer Baumhöhle, der natürlichen Behausung der Bienen, untersucht und soweit möglich in die neu entwickelte Beute (Behausung der Biene) integriert.

Keine Schimmelbildung

Die Lebensbedingungen der Bienenvölker in einer Baumhöhle unterscheiden sich in einigen wesentlichen Bedingungen von den überwiegend in der Imkerei verwendeten Kästen. Ein Unterschied besteht beispielsweise darin, dass durch starke Temperaturschwankungen innerhalb der konventionellen Beute, Kondenswasser gebildet wird, das nach einiger Zeit zur Schimmelbildung führen kann. Dies ist bei der Bienenkugel und in der Baumhöhle nicht der Fall.

Natürliche Feuchteregulierung - stabile Temperaturen

Eine Baumhöhle hat keine eckige Form und die Wandstärke ist sehr viel dicker. Durch die starken Wände und der runden Form kann die HOBOSphere, wie das natürliche Vorbild, die Temperatur innerhalb eines Bienenstockes sehr viel besser halten. Das spielt nicht nur im Winter eine wesentliche Rolle, auch die Schwankungen zwischen Tages-und Nachttemperatur werden deutlich verringert. Ein weiter Hilfsfaktor ist die Integrierung von Totholz, das die Eigenschaft hat, wie kein anderes Holz, viel Feuchtigkeit in sich aufzunehmen. Durch diese Faktoren wird Schimmelbildung verhindert und die Bienen müssen weniger heizen oder kühlen, was sie viel Kraft und Energie (Honig) kostet.  

Mini-Ökosystem

Untersucht man eine von Bienen bewohnte Baumhöhle befindet sich darin ein Bodenfall, bewohnt von einer Vielzahl von Kleinlebewesen.  Um den natürlichen Bedingungen möglichst nahe zu kommen, kann bei der Bienenkugel ein Anbau verwendet werden,  der als Mini-Ökosystem der Kugel von unten her angehängt wird. Ein Organismus, der aus dieser Begleitfauna bekannt ist, ist der Bücherskorpion, ein Spinnentier, das sich räuberisch von anderen kleinen Gliedertieren ernährt, wie die Varroamilbe. 

Film im Bayerischem Rundfunk BR in "Unser Land" vom 23.08.2013