10.05.2016 Vortrag Bienenkugel beim Imkerverein Ottobrunn
10.05.2016 Vortrag Bienenkugelbeim Imkerverein Ottobrunn

Neuerscheinung:

Buch  "Die Bienenkugel"

 

 

 

Bienenkugel

Neue Wege in der Bienenhaltung

 

Die Biene ist seit jeher ein Waldtier und ihr ursprüngliches Zuhause war und ist die Baumhöhle. Dieses Bild können wir uns bei der heutigen Bienenhaltung kaum noch vorstellen. Durch die Veränderung Ihres Lebensraumes ist die Biene heute vielen negativen Einflüssen ausgesetzt.

 

Für die Grundlagen zur Entwicklung der Bienenkugel gab es für mich mehrere Auslöser. In meiner jahrelangen Imkertätigkeit bemerkte ich, dass die Bienen die Ecken nicht ausbauen, bzw. erst nutzen, wenn es absolut unumgänglich ist.

 

Bekannt ist, dass die Bienen sich im Winter zu einer Bienentraube, in einer kugelähnlichen Form, zusammenfinden. Auch die Baumhöhle besitzt keine Ecken und Kältebrücken und sie hat dicke Wanddicken, die die Bienen vor Witterungseinflüssen schützt.

 

Nachdem bei einer Kugel das Verhältnis von Oberfläche zum Volumen von allen geometrischen Formen am geringsten ist, habe ich mir überlegt, wie ich meine Bienen in einer Kugel halten könnte. In einer Kugel ist der Wärmeverlust aufgrund der Geometrie am geringsten, was die Bienen in der Wintertraube ebenfalls nutzen. Durch das Fehlen der Ecken und Kanten sind auch die Wärme-/Kältebrücken nicht mehr vorhanden, die zusätzlich Wärme vom Bienenvolk abziehen. Die Luftzirkulation ist in einer runden Beute komplett verändert. Bereits durch den geringeren Wärmeverlust, die fehlenden Wärme-/Kältebrücken und die veränderte Luftzirkulation ergibt dies ein besseres Beutenklima. Hinzu kommen dann noch weitere Elemente, die in die Bienenkugel integriert sind.

 

Mein Anspruch an die neue Bienenbehausung Bienenkugel ist:

 

-für die Bienen die optimale Behausung zu schaffen und das Klima in der Beute zu optimieren

-Integration der Funktionen der heutigen eckigen Bienenbeuten, damit diese vom Berufsimker, Hobbyimker und Neuimker gleichermaßen eingesetzt werden können und die imkerlichen Tätigkeiten genauso durchführbar sind.

-Mobilbau, Varroakontrolle, Raumerweiterung

-serielle Herstellbarkeit wie die bisherigen Beutensysteme auch

-Einsatz von natürlichen und bienenverträglichen Materialien

 

Die ersten Prototypen wurden 2012 gefertigt und über ein Imkerjahr wurden die positiven Entwicklungen festgehalten und erforderliche Änderungen für noch optimalere Bedingungen für die Bienen, aber auch für die imkerlichen Arbeiten vorgenommen.

 

Bereits seit 2013 ist die serielle Fertigung der Bienenkugel möglich und dadurch für alle Imker einsetzbar. Seit dieser Zeit erfreut sich die Bienenkugel immer größerer Beliebtheit und die Vorteile aufgrund der geometrischen Form, aber auch der zusätzlichen Elemente werden von Berufs- und Hobbyimkern immer wieder bestätigt.

Von Vorteil ist auch, dass der Imker zur Bienenkugel die bereits vorhandenen Honigräume weiterverwenden kann. So ist es für die Imker möglich, die evtl. vorhandenen Bienenbeuten zu ergänzen, bzw. nach und nach auszutauschen. Dadurch ist dies finanziell auch kalkulierbar.

 

Auch in diesem Frühjahr erhalte ich wieder die Rückmeldungen, dass die Völker in der Bienenkugel sehr gut über den Winter gekommen sind und dass sie merklich aktiver sind, als vergleichbare Bienenvölker in eckigen Beutensystemen. Auch der Honigverbrauch über den Winter ist erheblich geringer.

 

So ist es auch für mich wieder einmal ein schöner Start in das kommende Bienenjahr, und ich freue mich darauf, auch meine Bienen weiterhin in der Bienenkugel zu begleiten.

 

Wie jedes Jahr biete ich auch im jetzigen Frühjahr wieder die Möglichkeit, sich beim Tag der offenen Bienenkugel zu informieren und Einblicke in die neue Form der Bienenhaltung mit ihren Vorteilen zu erhalten ( siehe Termine).

 


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