Bienenkugel und Bionik

Seit vielen Jahren befasse ich mich mit der Honigbiene, der Imkerei und ihrer Geschichte. Durch Beobachtung der Bienen und der Natur habe ich viel gelernt ( Bionik) und beschlossen eine neue Bienenbehausung zu konstruieren. 

Zuerst fertigte ich einen Prototypen an. Dieser wurde durch ständige Beobachtungen, Messreihen und Erfahrungen mit den Bienen in der Praxis ständig weiterentwickelt. Viele, immer wieder verbesserte, Bienenbehausungen wurden erprobt.


So entstand die patentierte Bienenkugel, eine Bienenbehausung, in der sich die Bienen sichtlich wohl fühlen und die heute, in Serie kostengünstig gefertigt werden kann. Die Bienenkugel wir auch Kugelbeute oder Rundbeute genannt. Manche nennen Sie auch ganz einfach die Kugel. Die Amerikaner sagen Sphere zu der Bienenkugel.

 

Analyse und theoretische Grundlagen

 

 

In welcher Bienenbehausung fühlen sich die Bienen am wohlsten?

Dies war und ist für mich die entscheidende Frage.

Bevor die Menschen begannen,die Bienen in künstliche Behausungen zu stecken, lebten die Bienen in Baumhöhlen. Man kann es sich leicht vorstellen, dass in den ursprünglichen Urwäldern, mit sehr großen und alten Baumen ausreichend viele Baumhöhlen vorhanden waren. Diese Höhlen hatten unterschiedliche Formen und Größen. Es gab eine große Auswahl an möglichen Behausungen. Die Bienen wählten selbständig die beste Unterkunft. Ein Überleben der Bienen, ohne Zutun der Menschen, war gegeben.

 

Eine Baumhöhle ist nie viereckig und hat dicke Wanddicken. Dies kann heute noch an alten Bäumen festgestellt werden.

Der Vorteil ist, die Temperatur bleibt recht konstant. Unterschiede bei den Tag-/Nachttemperaturschwankungen oder bei plötzlichen Wetteränderungen führen nur zu geringen Temperaturschwankungen in der Baumhöhle.

Im Winter bilden die Bienen eine Kugel und halten so eine Temperatur von 10 – 20 °C. In der Brutphase benötigt die Bienenbrut eine Temperatur von 35 °C.

Um die Wärme erzeugen zu können, benötigen die Bienen Honig. Der Honig hat also zwei Funktionen für die Bienen. Zum einen dient der Honig als Futter, zum anderen wird der Honig als „Heizmaterial“ verwendet. 

 

Die Kugel hat von allen geometrischen Formen die Eigenschaft, dass das Verhältnis Oberfläche zum Volumen am geringsten ist. Bienen wählen deswegen bei freier Auswahl diese Form.

 

Weitere Untersuchungen:

 

In einer Baumhöhle ist auch eine dicke Totholzschicht. Dieses Totholz hat die Eigenschaft dass es viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Versuche haben ergeben dass Totholz im Vergleich zu gehobeltem Fichtenholz ca. 10 mal soviel Feuchtigkeit aufnehmen kann.

 

 

 

 

Idee und Ausführung

Ziel meiner Überlegungen musste also eine Bienenbehausung in Kugelform oder Kugelähnlicher Form sein.

Eine weitgehend artgerechte Bienenhaltung ist dann möglich. Die Vorteile einer modernen eckigen Bienenbehausung sollten ebenfalls gegeben sein:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-herausnehmbare Rähmchen

 

-Varroa- und Gemüllkontrolle

 

-Einfütterungsmöglichkeit

 

-Möglichkeit der Ablegerbildung

 

-Möglichkeit der Aufsetzung eines Honigraums

 

-Varroabehandlung

 

-Kostengünstig serielle Fertigungsmöglichkeit

 

-Mit Bienenstockfeuchtigkeitsregulierung

 

-Möglichkeit der kontrollierten Völkerführung durch den Imker

 

 

 

Alle gestellten Anforderungen an die Bienenkugel sind erfüllt, ja in vielen Fällen mit unerwarteten Vorteilen übertroffen worden.

Das Imkern wird einfacher, da man nicht ständig den Raum vergrößern bzw. verkleinern muss.

Die Bienen werden nicht ständig gestört.

 

Der Honigverbrauch über den Winter ist nach heutigem Stand um ca. 30-40 Prozent niedriger als in eckigen Beuten. Die Bienen sind merklich gesünder,  vitaler und friedfertiger.

Einen weiterer wichtiger Vorteil ist, dass die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung in der Bienenkugel sehr gering ist.

 

Befall der Varroamilbe ist vorhanden, man kann die Varroabehandlungaber leicht in gewohnter Art durchführen.

 


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